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Pressemitteilungen des Landgerichts Verden in der Zeit vom 4. bis 8. November 2019


Pressemitteilungen:


Montag, den 4. November 2019


Die 6. kleine Strafkammer verhandelt ab 09:00 Uhr die Berufungssache gegen Pawel K. wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Wohnungseinbruchdiebstahls (6 Ns 40/19). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts – Schöffengericht – Syke. Die Kammer hat vier Zeugen geladen.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt ab 09:00 Uhr die Berufungssache gegen Pascal-Pierre K. wegen Erschleichens von Leistungen (5 Ns 108/18). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Nienburg. Die Kammer hat keine Zeugen geladen.

Um 14:00 Uhr verhandelt die 5. kleine Strafkammer die Berufungssache gegen Gürhan B. wegen Straßenverkehrsgefährdung. Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Verden. Die Kammer hat keine Zeugen geladen.


Dienstag, den 5. November 2019


Um 09:00 Uhr beginnt vor der 3. großen Jugendkammer die Hauptverhandlung gegen Marc E. (geboren 1995), Melanie W. (geboren 2000), Thomas P. (geboren 1967) und Nico E. (geboren 1999) wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (Az. 3 KLs 16/18).

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Marc E. vor, in Ritterhude von Juli 2017 bis Februar 2018 in insgesamt 147 Fällen mit Marihuana bzw. Cannabis unerlaubt Handel getrieben zu haben. Die überwiegenden Taten soll der Angeklagte Marc E. als Alleintäter begangen haben, wobei in 88 Fällen geringe Mengen von Betäubungsmitteln an Personen unter 18 Jahren abgegeben worden sein sollen. Der Angeklagte Nico E. soll dem Angeklagten Marc E. bei 71 dieser Taten Beihilfe geleistet haben. 46 Fälle soll der Angeklagte Marc E. gemeinschaftlich mit der Angeklagten Melanie W. begangen haben, wobei es sich bei der letzten Tat vom 8. Februar 2018 um eine nicht geringe Menge an Betäubungsmitteln (knapp 400 Gramm Cannabis) gehandelt haben soll. Zu dieser Tat soll auch der Angeklagte Thomas P. Beihilfe geleistet haben.

Die Kammer hat für den ersten Hauptverhandlungstag zwei Zeugen geladen und die folgenden Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 09.00 Uhr – anberaumt.

06.11.2019 (sieben Zeugen)

11.11.2019

13.11.2019.



Ebenfalls um 09.00 Uhr beginnt vor der 1. großen Strafkammer – Schwurgericht – die Hauptverhandlung gegen Patrick W. (geboren 1978) wegen des Versuchs des Totschlags u. a. (1 Ks 111/19).

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten mit ihrer Antragsschrift im Sicherungsverfahren vor, am 22. April 2019 in Lilienthal im Zustand nicht ausschließbarer Schuldunfähigkeit versucht zu haben, einen Menschen zu töten und diesen hierbei verletzt zu haben. Der Beschuldigte soll dem Geschädigten auf offener Straße grundlos mit einem Stockschlag eine potentiell lebensgefährliche Stichverletzung in den Mundboden zugefügt und dem danach ohne Bewusstsein auf dem Boden liegenden Geschädigten mit dem Stock gegen den Kopf und mit dem beschuhten Fuß in das Gesicht getreten haben, weil sich der an paranoider Schizophrenie erkrankte Beschuldigte aufgrund einer wahnhaften Störung von dem Geschädigten bedroht gefühlt habe. Der Beschuldigte habe erst nach dem Eingreifen eines Zeugen davon abgelassen, auf den Geschädigten weiter einzuwirken.

Die Kammer hat zum Hauptverhandlungstermin zwei Sachverständige und zwei Zeugen geladen. Zu den anberaumten folgenden Fortsetzungsterminen – Beginn jeweils 09:00 Uhr – sind jeweils eine Sachverständige und insgesamt elf weitere Zeugen geladen:

14.11.2019

05.12.2019 (sieben Zeugen)

12.12.2019 (vier Zeugen)

20.12.2019

13.01.2020

15.01.2020

20.01.2020

29.01.2020.


Donnerstag, den 7. November 2019


Die 6. kleine Strafkammer verhandelt ab 09.00 Uhr die Berufungssache gegen Janik V. wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (6 Ns 37/19). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Syke. Die Kammer hat drei Zeugen geladen.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt ab 09:00 Uhr die Berufungssache gegen Sebastian I. wegen gefährlicher Körperverletzung (5 Ns 40/19). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Osterholz-Scharmbeck. Die Kammer hat zwei Zeugen geladen.


Freitag, den 8. November 2019


Um 09:00 Uhr beginnt vor der 3. großen Jugendkammer die Hauptverhandlung gegen Kim Marvin T. (geboren 1999), Linus N. (geboren 2002), Raoul v.d.M. (geboren 2002) und John B. (geboren 2001) wegen versuchten Mordes u.a. (Az. 3 KLs 11/19).

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, am Abend des 9. Mai 2019 in Hoya gemeinschaftlich handelnd mit dem gesondert Verfolgten Enes A. aus niedrigen Beweggründen versucht zu haben, den Nebenkläger zu töten und diesen hierbei lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Angeklagten sollen sich, um Macht zu demonstrieren, auf den auf einem Fahrrad zufällig vorbeikommenden Nebenkläger gestürzt und sodann auf diesen eingeschlagen haben. Der gesondert Verfolgte Enes A. soll zu dieser Zeit bereits auf den Nebenkläger eingestochen haben. Danach sollen die Angeklagten aus dem gleichen Motiv noch heftiger auf den Nebenkläger eingeschlagen und eingetreten haben. Auch als die Angeklagten erkannt hätten, dass der gesondert Verfolgte Enes A. nun immer wieder auf den Nebenkläger eingestochen habe, insbesondere auch mehrfach in den Hals, sollen die Angeklagten weiter auf den am Boden liegenden Nebenkläger eingetreten haben. Als die Angeklagten anschließend geflüchtet seien, hätten sie erkannt, dass der Nebenkläger lebensgefährlich verletzt gewesen sei und bei nicht umgehender medizinischer Versorgung versterben würde, was ihnen gleichgültig gewesen sei. Der Nebenkläger habe aufgrund der Tat eine Vielzahl von – teilweise akut lebensgefährlichen – Verletzungen erlitten.

Die Kammer hat zum Hauptverhandlungstermin und zu den anberaumten folgenden Fortsetzungsterminen – Beginn jeweils 09:00 Uhr – jeweils zwei Sachverständige und den Nebenkläger geladen. An einem Fortsetzungstermin ist ein weiterer Sachverständiger geladen. Insgesamt sind acht Zeugen geladen:

20.11.2019 (drei Zeugen; darunter der Nebenkläger)

27.11.2019 (drei Zeugen)

28.11.2019 (weiterer Sachverständiger; zwei Zeugen)

29.11.2019

12.12.2019

20.12.2019

06.01.2020

08.01.2020

13.01.2020.



Das Landgericht Verden weist darauf hin, dass in den Räumlichkeiten des Landgerichts grundsätzlich ein Fotografier- und Filmverbot besteht.

Ausnahmen werden grundsätzlich nur in der Form gestattet, dass Bilder und Filmaufnahmen von Angeklagten eines Strafprozesses unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte (in anonymisierter Form; gepixelt o.ä.) veröffentlicht werden dürfen.

Das Landgericht Verden bittet, auch Bilder und Filmaufnahmen der anwesenden Wachtmeister zu anonymisieren.


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