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Pressemitteilung des Landgerichts Verden vom 19. bis 23. Juli 2021


Montag, den 19. Juni 2021

Um 9.00 Uhr beginnt vor der 3. Großen Jugendkammer das Strafverfahren gegen vier Angeklagte im Alter von 19 und 20 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung u.a. (3 KLs 4/21).

Die Staatsanwaltschaft legt den vier Angeklagten gefährliche Körperverletzung zur Last, ein Angeklagter soll auch durch Mitführen eines Revolvers gegen das Waffengesetz verstoßen haben. Die Angeklagten sollen am 18. Januar 2021 zum Cleanpark in Rotenburg gefahren sein und dort eine Gruppe von sechs Geschädigten ohne rechtfertigenden Grund mit verschiedenen Gegenständen wie Schlagstöcken und Pfefferspray angegriffen und einzelne Geschädigte hierdurch an der Gesundheit geschädigt haben. Ein Angeklagter soll hierbei mit einem mitgeführten Revolver mehrfach in Richtung der Beine eines Geschädigten geschossen haben, wodurch dieser am Bein verletzt worden sei. Vor dem angeklagten Geschehen sollen sich die Geschädigten mit einem Brecheisen und einer Axt bewaffnet haben und die Angeklagten zum Tatort bestellt haben, um sie dort in einen Hinterhalt zu locken.

Die Kammer hat folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.00 Uhr – anberaumt:

· 22. Juli 2021

· 13. August 2021

· 30. August 2021

· 31. August 2021

· 1. September 2021

· 7. September 2021

· 13. September 2021

· 15. September 2021

· 22. September 2021.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt ab 10.30 Uhr die Berufungssache gegen einen 33 Jahre alten Angeklagten wegen versuchter Erpressung (5 Ns 131/20). Zugrunde liegt ein Urteil des Schöffengerichts Nienburg. Die Kammer hat vier Zeugen geladen.

Dienstag, den 20. Juli 2021

Um 9.00 Uhr beginnt vor der 2. Großen Strafkammer das Sicherungsverfahren gegen einen Beschuldigten im Alter von 27 Jahren wegen räuberischen Diebstahls u.a. (2 KLs 11/21).

Die Staatsanwaltschaft verfolgt mit ihrer Antragsschrift das Ziel der Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus. Sie wirft dem Beschuldigten vor, im Zustand der Schuldunfähigkeit (aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung) in Bad Fallingbostel in der Zeit von Dezember 2020 bis Januar 2021 sechs Straftaten begangen zu haben. In fünf Fällen soll er aus Supermärkten bzw. Drogeriegeschäften Waren entwendet haben. In einem Fall soll er einen räuberischen Diebstahl begangen haben, indem er in einem Seniorenzentrum einem Geschädigten aus dessen Bewohnerzimmer Gegenstände entwendet haben und den Geschädigten in der Absicht, mit den Gegenständen das Gebäude verlassen zu können, gewürgt haben soll.

Die Kammer hat einen Sachverständigen sowie sieben Zeugen geladen und folgende Fortsetzungstermine – Beginn regelmäßig jeweils 9.00 Uhr – anberaumt, zu denen der Sachverständige jeweils geladen ist:

· 23. Juli 2021

· 16. August 2021, 13.00 Uhr (ein Zeuge)

· 20. August 2021 (fünf Zeugen)

· 10. September 2021 (zwei Zeugen)

· 16. September 2021 (drei Zeugen)

· 20. September 2021

· 24. September 2021.

Mittwoch, den 21. Juli 2021

Die 6. kleine Strafkammer verhandelt ab 9.00 Uhr die Berufungssache gegen einen 23 Jahre alten Angeklagten wegen Vergehens nach § 29 des Betäubungsmittelgesetzes (6 Ns 5/21). Zugrunde liegt ein Urteil des Schöffengerichts Walsrode. Die Kammer hat zwei Zeugen geladen.

Donnerstag, den 22. Juli 2021

Um 9.00 Uhr beginnt vor der 1. Großen Strafkammer – Schwurgericht – das Strafverfahren gegen einen Angeklagten im Alter von 66 Jahren wegen versuchten Mordes u.a. (1 Ks 108/21).

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten zur Last, am 27. Januar 2021 in Raddestorf versucht zu haben, einen Menschen heimtückisch zu töten und zugleich durch die Tat eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben. Der Angeklagte soll mit dem Geschädigten in der gemeinsam genutzten Wohnung Alkohol getrunken haben. Nachdem sich der Geschädigte am Abend zum Schlafen hingelegt habe, habe der Angeklagte in der Nacht zweimal mit einem Brotmesser in Tötungsabsicht in Richtung des Oberkörperbereichs des Geschädigten gestochen. Hierbei habe der Angeklagte in der irrigen Vorstellung gehandelt, bei dem Schlafenden handele es sich um seinen Vermieter, mit dem er sich im Streit befunden habe. Dem Geschädigten sei es gelungen, den Angriff des Angeklagten abzuwehren. Der Geschädigte habe Messerstichverletzungen am linken Unterarm erlitten, die operativ hätten versorgt werden müssen.

Die Kammer hat drei Sachverständige sowie zwei Zeugen geladen und folgende Fortsetzungstermine – Beginn regelmäßig jeweils 9.00 Uhr – anberaumt, zu denen einer der Sachverständigen immer geladen ist:

· 9. August 2021 (weiterer Sachverständiger und fünf Zeugen geladen)

· 10. August 2021

· 12. August 2021.

Die 5. kleine Strafkammerverhandelt ab 09.00 Uhr die Berufungssache gegen einen 30 Jahre alten Angeklagten wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte (5 Ns 24/21). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Verden.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt ab 10.30 Uhr die Berufungssache gegen einen 36 Jahre alten Angeklagten wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte (5 Ns 120/20). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Verden. Die Kammer hat drei Zeugen geladen.

Die jeweilige Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht; für die Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Das Landgericht Verden weist darauf hin, dass in den Räumlichkeiten des Landgerichts (und der Stadthalle Verden, soweit diese für Gerichtsverfahren durch das Landgericht genutzt wird) grundsätzlich ein Fotografier- und Filmverbot besteht.

Hiervon abweichend können zugelassene Pressevertreterinnen und Pressevertretern – soweit keine anderslautenden sitzungspolizeilichen Anordnungen vom Vorsitzenden einer Verhandlung getroffen werden – im Sitzungssaal Bilder und Filmaufnahmen anfertigen. Bilder und Aufnahmen von Angeklagten eines Strafprozesses sind aber nur zulässig, wenn diese unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte (in anonymisierter Form; gepixelt o.ä.) veröffentlicht werden. Bilder und Aufnahmen während der Sitzung sind nicht zulässig.

Das Landgericht Verden bittet, auch Bilder und Filmaufnahmen der anwesenden Wachtmeister zu anonymisieren.



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