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Pressemitteilung des Landgerichts Verden vom 12. bis 16. April 2021

Montag, den 12. April 2021

Um 9.00 Uhr beginnt vor der 3. Großen Jugendkammer das Verfahren gegen einen 35 Jahre alten Angeklagten wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern u.a. (3 KLs 22/20).

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im Februar 2020 sexuelle Handlungen an einem Kind vorgenommen und an sich vornehmen lassen zu haben und hierbei an dem Kind dem Beischlaf ähnliche Handlungen, die mit dem Eindringen in den Körper des Kindes verbunden gewesen seien, vorgenommen zu haben. Von den Handlungen habe der Angeklagte Videos und Bilder gefertigt und hierdurch kinderpornografische Schriften hergestellt.

Im Juli 2020 soll der Angeklagte im Besitz von Bilddateien mit kinderpornographischem Inhalt gewesen sein, die sich jeweils in dreistelliger Anzahl auf verschiedenen elektronischen Geräten befunden hätten.

Die Kammer hat eine Sachverständige, zwei Zeugen und die Nebenklägerin geladen sowie folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.00 Uhr – anberaumt:

· 14. April 2021 (zwei Zeugen),

· 16. April 2021,

· 29. April 2021,

· 7. Mai 2021.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt ab 9.00 Uhr die Berufungssache gegen einen 25 Jahre alten Angeklagten wegen Computerbetruges (5 Ns 5/21). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Walsrode. Die Kammer hat zwei Zeugen geladen.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt sodann ab 12.30 Uhr die Berufungssache gegen einen 34 Jahre alten Angeklagten wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte (5 Ns 46/20). Die Kammer hat zwei Zeugen geladen.

Dienstag, den 13. April 2021

Um 9.00 Uhr beginnt vor der 1. Großen Strafkammer – Schwurgericht – das Verfahren gegen eine 40 Jahre alte Angeklagte wegen Totschlags (1 Ks 101/21).

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, im November 2020 in Rotenburg ihren vierjährigen Sohn über das Geländer einer Brücke in die Wümme geworfen zu haben, wo dieser sodann durch Ertrinken verstorben sei. Die Angeklagte soll in Tötungsabsicht gehandelt haben, weil sie befürchtet habe, das Sorgerecht für ihren Sohn zu verlieren. Zuvor soll die Angeklagte mit ihrem Sohn aus einer Kinderklinik in Rotenburg geflohen sein, wo ihr Sohn wegen schwerer Brandverletzungen stationär behandelt worden sei, nachdem die Angeklagte ihn beim Waschen mit heißem Wasser – nicht ausschließbar versehentlich – verbrüht habe.

Die Kammer hat einen Sachverständigen geladen sowie folgende Fortsetzungstermine – Beginn bis auf den 5. Mai 2021 jeweils 9.00 Uhr – anberaumt:

· 30. April 2021 (weiterer Sachverständiger; drei Zeugen),

· 5. Mai 2021, 10.00 Uhr (vier Zeugen),

· 20. Mai 2021 (zwei Zeugen),

· 28. Mai 2021,

· 7. Juni 2021,

· 17. Juni 2021,

· 24. Juni 2021.

Ebenfalls um 9.00 Uhr beginnt vor der 10. Großen Strafkammer das Verfahren gegen einen 33 Jahre alten Angeklagten wegen besonders schweren Raubes (10 KLs 5/21).

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im August 2018 in Nienburg mit einer gesondert verfolgten Person eine Tankstelle überfallen und aus der Tat einen dreistelligen Bargeldbetrag erlangt zu haben. Während der gesondert Verfolgte in der Tankstelle unter Vorhalten eines Messers das Geld herausverlangt habe, sei der Angeklagte mit einem Messer zur Tatabsicherung draußen geblieben.

Die Kammer hat eine Sachverständige und sechs Zeugen geladen sowie folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.00 Uhr – anberaumt, zu denen die Sachverständige und weitere Zeugen geladen sind:

· 15. April 2021 (drei Zeugen),

· 19. April 2021,

· 22. April 2021.

Mittwoch, den 14. April 2021

Die 6. kleine Strafkammer verhandelt ab 9.00 Uhr die Berufungssache gegen einen 37 Jahre alten Angeklagten wegen fahrlässiger Körperverletzung u.a. (6 Ns 3/20). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Verden. Die Kammer hat vier Zeugen geladen.

Donnerstag, den 15. April 2021

Um 9.00 Uhr beginnt vor der 4. Großen Wirtschaftsstrafkammer das Verfahren gegen einen 29 Jahre alten Angeklagten wegen Untreue und Steuerhinterziehung (4 KLs 14/20).

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in den Jahren 2017 bis 2020 in Syke als Mitarbeiter des dortigen Finanzamtes in insgesamt 81 Fällen zur Finanzierung seiner Spielsucht jeweils durch rechtswidrig erzeugte Gutschriften Geldbeträge von der Niedersächsischen Landeshauptkasse auf sein Privatkonto verschoben zu haben. Insgesamt habe es sich um eine – vom Angeklagten rechtswidrig erlangte und nicht versteuerte – Gesamtsumme von rund 927.000 € gehandelt.

Die Kammer hat zwei Zeugen geladen sowie folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.00 Uhr – anberaumt:

· 21. April 2021 (ein Sachverständiger geladen),

· 22. April 2021.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt ab 10.00 Uhr die Berufungssache gegen einen 51 Jahre alten Angeklagten wegen schwerer Körperverletzung (5 Ns 36/20). Zugrunde liegt ein Urteil des Schöffengerichts Verden. Die Kammer hat einen Sachverständigen und den Nebenkläger geladen.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt sodann ab 14.00 Uhr die Berufungssache gegen eine 30 Jahre alte Angeklagte wegen Diebstahls (5 Ns 10/21). Zugrunde liegt ein Urteil des Schöffengerichts Syke. Die Kammer keine Zeugen geladen.

Die jeweilige Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht; für die Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Das Landgericht Verden weist darauf hin, dass in den Räumlichkeiten des Landgerichts (und der Stadthalle Verden, soweit diese für Gerichtsverfahren durch das Landgericht genutzt wird) grundsätzlich ein Fotografier- und Filmverbot besteht.

Hiervon abweichend können zugelassene Pressevertreterinnen und Pressevertretern – soweit keine anderslautenden sitzungspolizeilichen Anordnungen vom Vorsitzenden einer Verhandlung getroffen werden – im Sitzungssaal Bilder und Filmaufnahmen anfertigen. Bilder und Aufnahmen von Angeklagten eines Strafprozesses sind aber nur zulässig, wenn diese unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte (in anonymisierter Form; gepixelt o.ä.) veröffentlicht werden. Bilder und Aufnahmen während der Sitzung sind nicht zulässig.

Das Landgericht Verden bittet, auch Bilder und Filmaufnahmen der anwesenden Wachtmeister zu anonymisieren.



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