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Pressemitteilung des Landgerichts Verden vom 6. bis 10. Dezember 2021

Montag, den 6. Dezember 2021

Um 9.15 Uhr beginnt vor der 10. Großen Strafkammer das Strafverfahren gegen eine Angeklagte und einen Angeklagten im Alter von jeweils 23 Jahren wegen besonders schweren Raubes (10 KLs 16/21).

Die Staatsanwaltschaft legt den Angeklagten zur Last, sich im Internet als Frauen ausgegeben und hierbei wahrheitswidrig vorgegeben zu haben, bei Treffen gegen Bezahlung geschlechtlich mit Männern verkehren zu wollen. Tatsächlich sollen die Angeklagten geplant haben, bei den Treffen unter Androhung bzw. Anwendung von Gewalt das von den Männern mitgebrachte Geld zu erbeuten. In zwei Fällen sollen die Angeklagten von zwei Geschädigten so insgesamt 1.000 € Bargeld erlangt haben. Bei beiden Fällen soll durch den Angeklagten ein Teleskopschlagstock verwendet worden sein. In einem dritten Fall soll es bei einem Versuch der Erbeutung von Geld geblieben sein. Bei dieser Tat soll der Angeklagte Pfefferspray eingesetzt haben. Tatort: Bothel; Tatzeit: November 2020.

Die Kammer hat einen Sachverständigen und einen Zeugen geladen sowie folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.15 Uhr – anberaumt, zu denen der Sachverständige ebenfalls geladen ist:

· 7. Dezember 2021 (vier Zeugen geladen)

· 9. Dezember 2021 (ein Zeuge geladen)

· 13. Dezember 2021

· 14. Dezember 2021

· 20. Dezember 2021.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt ab 14.00 Uhr die Berufungssache gegen einen 80 Jahre alten Angeklagten wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr (5 Ns 41/21). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Syke. Die Kammer hat drei Zeugen geladen.

Mittwoch, den 8. Dezember 2021

Die 6. kleine Strafkammer verhandelt ab 9.00 Uhr die Berufungssache gegen eine 33 Jahre alte Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung (6 Ns 19/21). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Verden. Die Kammer hat sieben Zeugen geladen.

Donnerstag, den 9. Dezember 2021

Um 12.00 Uhr beginnt vor der 10. Großen Strafkammer das Sicherungsverfahren gegen einen 40 Jahre alten Beschuldigten wegen Verbrechens nach dem Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen u.a. (10 KLs 18/21).

Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, in der Zeit von Mai 2021 bis Juni 2021 jeweils im Zustand der Schuldunfähigkeit in Diepenau und andernorts verschiedene Straftaten begangen zu haben. In zwei Fällen soll es sich um Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz gehandelt haben, indem der Beschuldigte ohne die erforderliche Erlaubnis mit explosionsartigen Stoffen – Mörsergranaten aus dem 2. Weltkrieg bzw. gleicher Bauart – umgegangen sein soll, ohne dass es zu einer Explosion gekommen sei (Tatorte: Wiesbaden und Diepenau). In einem dritten Fall soll er ein Haus in Diepenau in Brand gesetzt und so teilweise zerstört haben. Darüber hinaus soll der Beschuldigte bei einem Fluchtversuch vor Polizeibeamten und einer Verfolgungsfahrt in Herford Straftaten im Straßenverkehr begangen haben.

Die Kammer hat eine Zeugin geladen und folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.15 Uhr – anberaumt:

· 23. Dezember 2021 (zwei Zeugen geladen)

· 10. Januar 2022

· 18. Januar 2022 (zwei Zeugen geladen)

· 21. Januar 2022 (zwei Zeugen geladen)

· 25. Januar 2022

· 28. Januar 2022.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt bereits ab 9.00 Uhr die Berufungssache gegen eine 73 Jahre alte Angeklagte wegen übler Nachrede (5 Ns 62/21). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Walsrode. Die Kammer hat vier Zeugen geladen.

Die 8. kleine Jugendkammer verhandelt ebenfalls ab 9.00 Uhr die Berufungssache gegen einen 22 Jahre alten Angeklagten wegen Betruges (8 Ns 9/21). Zugrunde liegt ein Urteil des Jugendgerichts Verden. Die Kammer hat zwei Zeugen geladen.

Die jeweilige Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht; für die Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Das Landgericht Verden weist darauf hin, dass in den Räumlichkeiten des Landgerichts (und der Stadthalle Verden, soweit diese für Gerichtsverfahren durch das Landgericht genutzt wird) grundsätzlich ein Fotografier- und Filmverbot besteht.

Hiervon abweichend können zugelassene Pressevertreterinnen und Pressevertretern – soweit keine anderslautenden sitzungspolizeilichen Anordnungen vom Vorsitzenden einer Verhandlung getroffen werden – im Sitzungssaal Bilder und Filmaufnahmen anfertigen. Bilder und Aufnahmen von Angeklagten eines Strafprozesses sind aber nur zulässig, wenn diese unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte (in anonymisierter Form; gepixelt o.ä.) veröffentlicht werden. Bilder und Aufnahmen während der Sitzung sind nicht zulässig.

Das Landgericht Verden bittet, auch Bilder und Filmaufnahmen der anwesenden Wachtmeister zu anonymisieren.


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