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Pressemitteilung des Landgerichts Verden vom 26. bis 30. Oktober 2020




Montag, den 26. Oktober 2020


Um 9.00 Uhr beginnt vor der 3. Großen Strafkammer das Verfahren gegen Angelo B. (geboren 1971) und Semih C. (geboren 1994) wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (3 KLs 202/19).

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten vor, im Zeitraum von Februar 2016 bis März 2017 in zwei Fällen mit Betäubungsmitteln u.a. in Liebenau unerlaubt Handel getrieben zu haben.

Die Angeklagten sollen in den Kellerräumen einer angemieteten Lagerhalle in Liebenau eine sog. Indoor-Plantage errichtet haben. Anfang März 2017 sollen sie sodann hieraus eine Ernte von rund 8.300 Gramm (netto) Marihuana und etwa 25 Gramm (netto) Cannabis erzielt haben. Das Marihuana sei für 20.000 € an einen Abnehmer verkauft worden (Tat 1). Ende 2016/Anfang 2017 sollen die Angeklagten 740 Cannabisgewächse angepflanzt und diese hochgezogen haben. Dies hätte eine anstehende Ernte von mindestens rund 18.000 Gramm (netto) Marihuana ergeben (Tat 2).

Die Kammer hat fünf Zeugen geladen und folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.00 Uhr – anberaumt, zu denen insgesamt fünf weitere Zeugen geladen sind:


· 29. Oktober 2020 (fünf Zeugen),

· 4. November 2020,

· 6. November 2020.



Ebenfalls um 9.00 Uhr beginnt vor der 2. Großen Strafkammer das Verfahren gegen einen 28 Jahre alten Beschuldigten wegen schwerer Brandstiftung (2 KLs 18/20).

Die Staatsanwaltschaft verfolgt mit ihrer Antragsschrift im Sicherungsverfahren das Ziel der Unterbringung des Beschuldigten und legt ihm zur Last, im Zustand der Schuldunfähigkeit am 28. März 2020 in Rehburg-Loccum ein Mehrfamilienhaus in Brand gesetzt zu haben. Das gesamte Gebäude habe evakuiert werden müssen. Eine Geschädigte habe wegen des Verdachts auf eine Rauchgasintoxikation ambulant behandelt werden müssen.

Die Kammer hat zu allen Terminen einen Sachverständigen geladen und folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.00 Uhr – anberaumt, zu denen auch ein weiterer Sachverständiger und diverse Zeugen geladen sind:


· 9. November 2020, (weiterer Sachverständiger; acht Zeugen)

· 13. November 2020,

· 4. Dezember 2020 (fünf Zeugen),

· 14. Dezember 2020 (vier Zeugen),

· 18. Dezember 2020.



Dienstag, den 27. Oktober 2020


Um 9.00 Uhr beginnt vor der 1. Großen Strafkammer das Verfahren gegen Waldemar H. (geboren 1994) wegen gefährlicher Körperverletzung (1 KLs 2/20).

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, am 15. Dezember 2019 nach einer Hochzeitsfeier im alkoholisierten Zustand nach einem Streit mit seiner Ehefrau diese gewürgt zu haben, sodass ihr schwarz vor Augen geworden sei. Zudem habe sie Würgemale am Hals erlitten.

Die Kammer hat fünf Zeugen und einen Sachverständigen geladen und folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 9.00 Uhr – anberaumt, zu denen der Sachverständige ebenfalls geladen ist:


· 30. Oktober 2020,

· 23. November 2020,

· 9. Dezember 2020



Mittwoch, den 28. Oktober 2020


Die 8. kleine Jugendkammer verhandelt ab 9.00 Uhr die Berufungssache gegen zwei Angeklagte wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz (8 Ns 9/20). Zugrunde liegt ein Urteil des Jugendrichters Syke. Die Kammer hat drei Zeugen geladen.



Donnerstag, den 29. Oktober 2020


Die 5. kleine Strafkammer verhandelt ab 9.00 Uhr die Berufungssache gegen Bastian H. wegen Vergehens nach § 52 Absatz 1 des Waffengesetzes (5 Ns 105/20). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Osterholz-Scharmbeck. Die Kammer hat keine Zeugen geladen.

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt sodann ab 11.00 Uhr die Berufungssache gegen Detlef L. wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort (5 Ns 45/20). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Osterholz-Scharmbeck. Die Kammer hat einen Zeugen geladen.



Freitag, den 30. Oktober 2020


Bereits um 8.00 Uhr beginnt vor der 4. Großen Strafkammer das Verfahren gegen Ferhat E. (geboren 1993) und Ceyhan Ö. (geboren 1994) wegen schwerer räuberischer Erpressung (4 KLs 4/20).

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten vor, gemeinschaftlich handelnd am 4. Mai 2016 einen Geschädigten unter dem Vorwand in den Niederlanden (Venlo) aufgesucht zu haben, um ihm angeblich einen Pkw zu verkaufen. Unter Vorhalt einer Pistole sei der Geschädigte dann aufgefordert worden, den Angeklagten den vom Geschädigten wegen des vermeintlichen Pkw-Kaufs mitgeführten Geldbetrag von 18.000 € zu übergeben, was der Geschädigte auch getan habe.

Die Kammer hat für den 11. November 2020, 12.00 Uhr, einen Fortsetzungstermin anberaumt, zu dem zwei Zeugen geladen sind.



Das Landgericht Verden weist darauf hin, dass in den Räumlichkeiten des Landgerichts (und der Stadthalle Verden, soweit diese für Gerichtsverfahren durch das Landgericht genutzt wird) grundsätzlich ein Fotografier- und Filmverbot besteht.

Hiervon abweichend können zugelassene Pressevertreterinnen und Pressevertretern – soweit keine anderslautenden sitzungspolizeilichen Anordnungen vom Vorsitzenden einer Verhandlung getroffen werden – im Sitzungssaal Bilder und Filmaufnahmen anfertigen. Bilder und Aufnahmen von Angeklagten eines Strafprozesses sind aber nur zulässig, wenn diese unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte (in anonymisierter Form; gepixelt o.ä.) veröffentlicht werden. Bilder und Aufnahmen während der Sitzung sind nicht zulässig.

Das Landgericht Verden bittet, auch Bilder und Filmaufnahmen der anwesenden Wachtmeister zu anonymisieren.


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